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Seit 1973 ist San Miguel de Allende Schauplatz der berühmt-berüchtigten
Pamplonada (benannt nach Pamplona, Spanien). Das Stierrennen findet in der Regel
am dritten Samstag im September statt, dem Wochenende zwischen dem
Unabhängigkeitstag und den Feierlichkeiten zu Ehren von San Miguel el Arcángel,
dem Schutzheiligen der Stadt. Das Wochenende der „Gefahren und Gelage“ zieht
jedes Jahr weit über 20'000 ZuschauerInnen und Teilnehmer aus ganz Mexiko und
allen Teilen der Welt an.
Das Stierrennen ist eröffnet, wenn sich am Samstag um 12 Uhr mittags Hunderte
von Wagemutigen in weissen T-Shirts und roten Bändern in den Strassen von San
Miguel de Allende einem guten Dutzend Stieren stellen. Jedes Jahr kommt es zu
unzähligen Unfällen, manchmal sogar zu Toten.
Wer das grauselige Spektakel sehen und auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich
gegen Gebühr einen Logenplatz in einem der Restaurants ergattern. Ganz und gar
gefahrlos kann man sich übrigens auch auf dem nationalen Fernsehsender die
Live-Übertragung anschauen.
Nicht nur die Stiere jagen an diesem Wochenende durch San Miguel de Allende.
Auch die jungen Mexikaner machen Jagd auf Partnerinnen (manches Mal auch
umgekehrt). An der dreitägigen Fiesta gelten eigene Regeln, was schon manch ein
Paar zusammen gebracht hat.
Am Sonntag endet der Spuk mit einem kolossalen Verkehrschaos. Das Wochenende hat
seine Spuren hinterlassen. Die Augenringe vom fehlenden Schlaf sind noch die
harmlosesten Überbleibsel. Manche reisen mit gebrochenen Knochen nach Hause,
mehr noch mit gebrochenem Herzen. |
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Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Jo Brenzo, www.acdphoto.com.
Alle Fotos © Jo Brenzo
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